Comic: müder Teenager am Morgen

Teenager & Schlaf

Dein Teenager schläft zu wenig? So kommt ihr zu ruhigeren Nächten

Abends nicht ins Bett, morgens nicht raus, dazwischen Streit. Du bist weder zu streng noch zu locker. Da passiert gerade etwas ganz Natürliches. Und ihr könnt gut damit umgehen.

Kommt dir das bekannt vor?

Wenn du nickst: Du bist nicht allein. Und du machst nichts falsch.

Was dahinter steckt

In der Pubertät verschiebt sich die innere Uhr nach hinten. Das Schlafhormon Melatonin kommt später, viele Teenager werden zu kleinen Eulen. Dein Kind kann abends oft gar nicht früher einschlafen, selbst wenn es wollte. Dazu kommt der Chronotyp: Manche Menschen sind von Natur aus Spättypen, und in der Pubertät zeigt sich das besonders deutlich.

Frühe Schulzeiten passen schlecht zu dieser Biologie. Und wer wach liegt, greift zum Handy. Licht und Reize schieben das Einschlafen noch weiter nach hinten. So dreht sich das Rad. Mit Druck kommst du da nicht raus, mit Rhythmus schon.

Später müde werden und schwer aus dem Bett kommen gehört in diesem Alter dazu. Genauer hinschauen solltest du, wenn dein Kind über längere Zeit gar nicht zur Ruhe kommt, tagsüber völlig erschöpft ist oder das Wachliegen mit Ängsten oder Traurigkeit zusammenkommt. Dann ist ein Gespräch mit der Kinderarztpraxis sinnvoll.

3 Dinge, die du heute schon tun kannst

  1. Der Morgen zählt mehr als der Abend.Eine möglichst feste Aufstehzeit, auch am Wochenende nicht viel später. Und morgens Licht: Vorhang auf, kurz raus.
  2. Ein Abendritual ohne Bildschirm.Lesen, Musik, ein Gespräch, etwas Kreatives. Gemeinsam ausgehandelt, nicht als Regel von oben.
  3. Das Handy schläft woanders.Ein Ladeplatz außerhalb des Zimmers, für die ganze Familie. Ein einfacher Wecker ersetzt den Handywecker.
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Häufige Fragen

Wie viel Schlaf braucht ein Teenager?

Mehr, als die meisten bekommen. Die American Academy of Sleep Medicine empfiehlt für 13- bis 18-Jährige 8 bis 10 Stunden pro Nacht. Viele Teenager liegen unter der Woche deutlich darunter, vor allem wegen des frühen Schulbeginns.

Warum wird mein Teenager abends einfach nicht müde?

Das ist meistens Biologie, keine Sturheit. In der Pubertät wird das Schlafhormon Melatonin später ausgeschüttet, die innere Uhr wandert nach hinten. Licht vom Bildschirm am Abend verstärkt das noch.

Hilft es, abends das Handy wegzunehmen?

Ein Schlafzimmer ohne Handy hilft dem Schlaf sehr. Als Strafe durchgesetzt führt es aber meist zu Streit. Besser: einen festen Ladeplatz gemeinsam vereinbaren, der für alle in der Familie gilt.

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